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Das Schicksal von Findel-Kater „Tobi“

Katzenwelpen in Thal gefunden

Wird mit dem Fläschchen aufgepeppelt: Tobi

Die traurige Geschichte, die ich euch heute erzähle, passiert ständig. Auf dem Land, in Industriegbieten, Stadtparks und verlassenen Häusern erblicken unzählige Katzenwelpen jedes Jahr das Licht der Welt. Sie haben jedoch kein Zuhause, sind von niemanden gewollt und fristen ein Dasein im Dunkel. Der deutsche Tierschutzbund betreibt seit Jahren die Kampagne „Das Leben auf der Straße ist grausam, Kastration harmlos.“

Es maunzt ganz leise am Waldrand, als ein Spaziergänger am Abend in Thal die Katzenwelpen findet. Die wenigen Stunden alten Wollknäule sind dort einfach abgelegt worden. Sie frieren und haben Hunger. Drei getigerte Kätzchen und ein roter Kater wurden auf diese brutale Weise einfach entsorgt. Der Spaziergänger tut in diesem Moment genau das Richtige: er verständigt das Ordnungsamt. Keine Stunde später sind die Kätzchen versorgt, doch sie kämpfen um ihr Überleben. Eine Mitarbeiterin ist es entsetzt: „Wie kann man nur so herzlos sein? Drei der vier Welpen haben es nicht nicht überlebt.“ Der rote Kater „Tobi“ wird von der Mitarbeiterin mit der Milchflasche gefüttert und ist fast über den Berg. Er wartet auf ein liebevolles Zuhause bei Tierfreunden. Meldet euch bei echtem Interesse im Eisenacher Tierheim unter der Telefonnummer 03691 / 890050

Falls ihr zufällig eine Beobachtung am Waldrand in Thal (26.07.2020) gemacht haben oder vielleicht den Besitzer kennen, dann melden Sie sich bitte, auch gern anonym, unter der o.g. Telefonnummer.

Wusstet ihr, dass das Aussetzen von Tieren sowie das Töten der Tiere strafbar ist. Alle Fundtiere werden von der Stadtverwaltung Ruhla ins Tierheim gebracht, täglich fallen dafür Kosten an.

Nur eins der vier Katzenwelpen hat es überlebt. Tobis Schwestern sind über die Regenbogenbrücke gegangen.

Das Elend von unkastrierten Katzen und Katern mit Freigang potenziert sich, wenn Katzenbesitzer keine Verantwortung übernehmen. Nach 8 Monaten sind Katzenwelpen geschlechtsreif und können pro Jahr bis zu vier mal Junge zur Welt bringen. Die wilden Katzen fristen ein trauriges Dasein, sind hungrig und von Krankheiten und Parasiten geplagt. Solche Katzen an Menschen zu gewöhnen, ist oft aufsichtslos. Für sie ist ein Aufenthalt im Tierheim schrecklich, ihre Chance auf Vermittlung gen Null.

Die Katzenmutter leidet unter der Trennung von ihren Babys. Nimmt man der Mutter die Welpen weg, so kann es zu Milchstau kommen – für die Katzenmutter kann dies tödliche enden. Auf unkastrierte Hauskatze können binnen eines Jahres weitere 25 Katzen folgen. Also lasst eure Katzen vom Tierarzt kastrieren bzw. sterilisieren. Nur damit kann dem Elend begegnet werden. Das Tierheim in Eisenach arbeitet mit der Tierarztpraxis von Dr. Feest zusammen und lässt von ihm Fundkatzen unfruchtbar machen.

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