Meine Seriencharts mit Suchtfaktor CategoriesZAUBERWORT

Meine Seriencharts mit Suchtfaktor

DIE SERIE- oder: wie ein Medium mein Leben schöner machte

Ich gehöre zu denen meiner Generation, die das Fernsehen lange Zeit nur sehr limitiert genießen durften. Noch heute habe ich beim Geräusch eines Schlüssels im Türschloss manchmal Herzklopfen- früher musste ich, sitzend aufer Couch mit dem Finger am Abzug, also auf dem Power-Knopf der Fernbedienung, sofort „ausdrücken“. Denn meine Eltern verstanden beim „heimlichen glotzen“ keinen Spaß. Die Flimmerkiste wurde nur für ausgewähltes Programm angemacht und dieses missfiel meist meiner Schwester und mir. Erst als ich mir eine Erkrankung am Knie mit verschriebener Krankengymnastik und regelmäßigen Übungen zuzog, erlaubten meine werten Erzeuger 25 Minuten täglich (Achtung!) Verbotene Liebe um diese auch wirklich durch zu führen. Immer öfter gelang mir ein heimlicher Glotz-Nachmittag, mit Vorliebe samstags zu Amerikanischen-80er-Serien-Primetime. Da lief zB. Full House, Eine starke Familie oder Der Prinz von Bel Air. Auch heute ist das noch ein riesen Spaß; vor allem der Look bereitet ein belustigtes Schmunzeln. Wer meinen Fashionbeitrag über weiße Sneaker gelesen hat, wird sich an die Reminiszenz dieser Treter erinnern- aus den Tv-Sendungen der 80er sind diese z.B.gar nicht wegzudenken. Später entdeckte ich dann, wieder heimlich, aber diesmal in Verstärkung meiner Schwester Wilma, eine für uns heute noch sehr wortführende Serie: ALF. Auch dieses freudige Schwesternerlebnis wurde vereitelt. Doch so kriminalistisch gewitzt hatten unsere Eltern uns nicht eingeschätzt- ganz gewieft kauften wir auf dem Flohmarkt im Gymnasium 18 Hörspiel-Kassetten, also 18 Folgen ALF. Unsere Nachmittage, an denen wir den Fernseher nicht anmachen durften, waren also gerettet. Jahre später, saßen meine Schwester und ich mit meiner Tochter Gretl, die unter Magendarmverstimmung litt, aufer Couch und genossen eine Folge ALF nach der anderen. HERRLISCH!! Tausend Dank, dass man heute DVDs kaufen, wann und sooft man möchte abspielen kann, tausend Dank an Ebay oder Amazon, dass man auch solche Exemplare wie ALF ohne großen Aufwand finden kann, tausend Dank an Mediatheken wie AmazonPrime oder Maxdome, dass ich alles, was ich früher verpasste heute jeder Zeit nachholen kann. Denn mein Nachholbedarf ist groß. Daher fahre ich mit meinen Kindern eine andere Philosophie, was die Flimmerkiste angeht. Ausgewählt und in Maßen ist das Fernsehen erlaubt. Natürlich ist zu häufiges Glotzen für kleine Kinderaugen und Hirne nicht gut, aber die Kinderstunde wurde nicht umsonst erfunden! Und mal ehrlich- Hut ab vor meiner Mutter, die es schaffte uns ohne diese großzuziehen!!

Mein Mann und ich zelebrieren das Fernsehen sehr- um Bastian Pastewka aus Pastweka (eine der besten Serien aller Zeiten!) zu zitieren: „Es ist auch ein bisschen mein Beruf“. Ich beziehe 75% meines Inputs übers Fernsehen, ob Mainstream-Serien wie Friends; diese sind in ihrer Schlagfertigkeit und ihrem Tempo einmalig und erzählen ganz viel Wertvolles über Timing und Zusammenspiel. Ob Dramedy-Serien wie Desperate Housewives, bei denen es um so große und tragische Geschichten geht und es doch nur vier frustrierte Hausfrauen sind. Oder und unbedingt zu nennen, weil sooo grandios, ob es Kevin Spacey ist, der mit brilliant geführter Figur einen so heutigen und leider drastisch, realistischen Entwurf eines Richard III von Shakespeare auf den Bildschirm zaubert.

Auch wenn in den letzten Jahren ganz wunderbare neue Serien auftauchten, wie New Girl und House of Cards, so bleiben ein paar Evergreens bei mir ungeschlagen an der Spitze. Lange Rede gar kein Sinn- ich präsentiere Euch heute die Top 15 meiner Lieblingsserien:

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9.

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7. 

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2.

1.

 

Foto: Pixabay

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